Wie legt man ein Beete an?


Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten ein Beet anzulegen! Alle erdenklichen Formen sind dabei möglich. Besonders schön ist die Sonnenform als Kreis mit Steinplatten, die die Strahlen bilden. Es gibt aber auch so genannte Mandala- oder "Keyhole" (Schlüsselloch) Gärten. Ich werde euch das anhand einer Illustration zeigen.

Eurer Kreativität sind also in Sachen Form und Größe der Beete keine Grenzen gesetzt.

In der Natur gibt es kaum Quadrate oder Rechtecke. Wenn ihr einen besonders harmonischen Garten anlegen wollt, der auch für das Auge sehr schön anzusehen ist und sich gut in die Natur einfügt, so wählt wellige, abgerundete Formen für die Beete.

Nun noch einige allgemeine Tipps zum Beete anlegen:


  • Ein Beet sollte immer eine Breite von 1 - 1,20 m haben. Das ist wichtig, damit ihr noch gut in die Mitte des Beetes langen könnt, die Länge des Beetes ist euch überlassen
  • Achtet auf den Standort des Beetes. Es sollte ausreichend Licht und guter Boden vorhanden sein. Mit Komposterde oder mit biologischem Mist, am besten vom dörflichen Bauern, lässt sich der Boden aufwerten.
  • Das Bodenlockern ist natürlich eine Vorraussetzung für das Anlegen von Beeten. Die Erde muss für Sämereien oder junge Pflänzchen schön locker und feinkrümelig sein! Also nach dem Bodenlockern auch noch einmal mit der Hacke oder dem Rechen drüber gehen und Erdklumpen zerkrümeln.
  • Bodenlockern an Stelle des Umgrabens! Mit dem Umgraben werden die Bodenschichten zerstört. Das heißt in den oberen Bodenschichten befinden sich die meisten Mikrorganismen, auch der Regenwurm. Diese Organismen sind besonders wichtig für die Pflanze und deren Wurzeln. Beim Umgraben werden diese Mikrorganismen nach unten in die unteren Bodenschichten befördert was sich folglich nicht positiv auf die Pflanzen auswirkt. Deswegen wird mit der Grabegabel lediglich in die Erde eingestochen und die Erde locker angehäufelt an Stelle des Wendens der Gabel
  • Bitte benutzt eine Grabegabel an Stelle eines Spatens. Mit der Grabegabel zerstört ihr nicht so viele Kleinstlebewesen und durchtrennt seltener einen so nützlichen Regenwurm. 
  • Die Wege zwischen den Beeten sind so breit, wie ein Gärtnerfuß lang ist, damit man bequem stehen kann. TIPP Besser ist es breite Holzlatten oder einige Trittsteine als Wege zwischen den Beeten hinzulegen da die Erde damit nicht so fest getreten wird!
Mischkultur Beet
  • Als Beetbegrenzung eignen sich Feldsteine oder andere Natursteine aus eurer näheren Umgebung. Sie verhindern das Einwachsen der Grasnarbe in das Beet und fügen sich optisch hervorragend in die Gartenlandschaft ein. Auch ein selbstgebauter, flacher Zaun aus Weidenruten oder Hasel ist schnell und einfach gebaut. Nutzt am besten die Ressourcen die ihr in eurem Garten sowie bereits vorfindet. Wir zum Beispiel hatten eine alte Mauer aus Feldsteinen an unserem Garten angrenzen, die abgerissen wurde und wir uns freundlicher Weise so viele Steine wie zur Beetumrandung nötig, abholen durften. So sind wir schnell und kostenfrei an tolles Material gekommen.     


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